Kanalbau in Witten
Ein Kanal ist das Gewerk, das man nie sieht und immer merkt, wenn es falsch gebaut wurde. Gefälle, Bettung und Verdichtung entscheiden darüber, ob eine Leitung Jahrzehnte hält oder ob sich in fünf Jahren die Fläche darüber setzt.
Wir bauen und sanieren Schmutz- und Regenwasserkanäle, Anschlussleitungen und komplette Entwässerungssysteme – für Kommunen, Erschließungsträger, Industrie und die Wohnungswirtschaft. Von unserem Betriebshof Im Hammertal in Witten aus arbeiten wir im gesamten Ruhrgebiet und im Ennepe-Ruhr-Kreis.
Offene Bauweise oder Inliner
Kanalprojekte beginnen bei uns mit einer sauberen Bestandsaufnahme: Lage, Zustand und Anschlusssituation der vorhandenen Leitungen werden geklärt, bevor die erste Schaufel den Boden berührt. Je nach Befund empfehlen wir die offene Bauweise oder eine grabenlose Sanierung im Inliner-Verfahren.
Die offene Bauweise ist der Weg bei Neubau, bei Lageänderungen und bei Schäden, die sich nicht von innen beheben lassen. Sie verlangt Erdbau, Verbau und anschließende Wiederherstellung der Oberfläche.
Der Inliner spart Zeit, Kosten und schont Oberflächen und Anlieger – vorausgesetzt, der Altkanal trägt noch. Genau das klärt die Kamerabefahrung vorab.
Anschlüsse und Entwässerung
Neben dem Hauptkanal bauen wir, was daran hängt: Hausanschlüsse, Schächte, Straßenabläufe und die Flächenentwässerung großer versiegelter Areale. Gerade bei Gewerbe- und Logistikflächen ist die Entwässerung die eigentliche Planungsaufgabe – ein Konzept, das nur den Jahresdurchschnitt abbildet, versagt beim ersten Starkregen.
Wo Flächen anschließend wieder tragen müssen, kommt die Flächenbefestigung aus demselben Haus. Über der Leitung liegt die Schwachstelle jeder Fläche: Wird der Graben nicht lagenweise verdichtet, zeichnet sich der Verlauf Jahre später als Setzungsrinne ab.
Für wen wir bauen
Kommunen und Erschließungsträger: Kanalisation in Neubaugebieten, Sanierung im Bestand, Anschluss an bestehende Netze. Als präqualifizierter Betrieb beteiligen wir uns an beschränkten Ausschreibungen.
Industrie und Logistik: Entwässerung großer versiegelter Flächen, Anschluss von Betriebsgebäuden, Umbauten im laufenden Betrieb – etwa an Logistikstandorten in Duisburg.
Wohnungswirtschaft: Kanäle und Anschlüsse innerhalb von Wohnanlagen, meist als Teil einer kompletten Außenanlage.